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Technikgeschichte am Horizont

Der „Nauenhainer“ Wasserturm

Für viele im Ort gehört der Wasserturm selbstverständlich zum Bild von Nauenhain. Tatsächlich steht er auf der Anhöhe bei Tautenhain/Altottenhain und ist eine weithin sichtbare technische Landmarke.

📏 ca. 32 m hoch💧 450 m³🏗 1962–1964
Wasserturm bei Nauenhain

Ein ungewöhnlicher Experimentalbau

1962 wurde das Bauvorhaben vom VEB Wasserwirtschaft angestoßen; errichtet wurde der Turm in den frühen 1960er Jahren durch die Leipziger Firma Max Pommer. 1964 ging er in Betrieb und half, damalige Engpässe in der Wasserversorgung der Region zu beheben.

Besonders ungewöhnlich war das Bauverfahren: Der große kegelförmige Wasserbehälter wurde zunächst unten am Turm betoniert und anschließend mit hydraulischen Pressen Stück für Stück nach oben gehoben. Währenddessen wurden darunter vorbereitete Schaftringe eingesetzt.

Die Denkmaldokumentation bezeichnet die Konstruktion als singulären Experimentalbau. Als Vorbild wird der schwedische Wasserturm „Svampen“ in Örebro genannt.

Heute

Der Turm ist als technisches Denkmal erfasst, befindet sich in Privatbesitz und dient unter anderem als Träger von Funktechnik. Er ist kein öffentlich zugänglicher Aussichtsturm.

Bilder

Quellen & Einordnung

Die Angaben stützen sich auf die Ortsbeschreibung der Stadt Geithain und die Denkmaldokumentation des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen.

Redaktionell erweitert: September 2026